Vom 27. Juli 2017 (BStBl. I S. 1239)
(BMF III C 2-S 7106/0 :002)
Bezug: BMF-Schreiben vom 16. Dezember 2016 (BStBl. I S. 1451)
Mit den BFH-Urteilen vom 20. August 2009 V R 70/05 (BStBl. 2017 II S. 825), vom 17. März 2010 XI R 17/08 (BStBl. 2017 II S. 828), vom 15. April 2010 V R 10/09 (BStBl. 2017 II S. 863), vom 2. März 2011 XI R 65/07 (BStBl. 2017 II S. 831), vom 10. November 2011 V R 41/10 (BStBl. 2017 II S. 869), vom 1. Dezember 2011 V R 1/11 (BStBl. 2017 II S. 834), vom 13. Februar 2014 V R 5/13 (BStBl. 2017 II S. 846), vom 5. November 2014 XI R 42/12 (BStBl. 2017 II S. 849) und vom 10. Februar 2016 XI R 26/13 (BStBl. 2017 II S. 857) hat der Bundesfinanzhof (BFH) zur Unternehmereigenschaft von juristischen Personen des öffentlichen Rechts (jPöR) entschieden. In den Entscheidungen legt der BFH § 2 Abs. 3 Satz 1 UStG unter Hinweis auf Art. 4 Abs. 5 der Richtlinie 77/388/EWG bzw. Art. 13 MwStSystRL richtlinienkonform aus. In Umsetzung dieser Rechtsprechung hat der Gesetzgeber § 2b UStG geschaffen, der ab 1. Januar 2017 anwendbar ist.Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt Folgendes:
Für vor dem 1. Januar 2017 ausgeführten Leistungen ist die bisher zu § 2 Abs. 3 UStG vertretene Verwaltungsauffassung (vgl. insbesondere Abschnitt 2.11 UStAE) weiterhin maßgeblich. Es ist jedoch nicht zu beanstanden, wenn die jPöR die hiervon abweichende Rechtsprechung des BFH der Besteuerung zu Grunde legt, sofern dies einheitlich für das gesamte Unternehmen erfolgt. Eine Beschränkung auf einzelne Tätigkeitsbereiche oder Leistungen ist nicht zulässig.
Dies gilt entsprechend, solange § 2 Abs. 3 UStG in der am 31. Dezember 2015 geltenden Fassung infolge einer wirksamen Optionserklärung nach § 27 Abs. 22 Satz 3 UStG auf nach dem 31. Dezember 2016 und vor dem 1. Januar 2021 ausgeführte Leistungen weiterhin anzuwenden ist (vgl. Rz. 60 des Bezugsschreibens).
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